Aktuelles zum Schuljahr 2025/26
Ein Schuldirektor in Singapur hat anlässlich der Zeugnisverteilung einen Brief an die Eltern geschrieben, mit dem er ihnen sagen wollte, dass ein Zeugnis nicht alles über ihr Kind aussagt. Er hat ungefähr folgendes geschrieben:
„Liebe Eltern,
in wenigen Tagen erhalten Ihre Kinder das Zeugnis für dieses Schuljahr. Ich weiß, dass Sie aufgeregt sind und sich für Ihr Kind gute Noten wünschen. Das ist verständlich. Doch bedenken Sie auch: Unter den Kindern an unserer Schule sitzt vielleicht ein zukünftiger Künstler, für den es am Ende nicht ausschlaggebend ist, wie tief er in die Materie der Mathematik eingedrungen ist. Oder ein Unternehmer mit innovativen Ideen, der diese umzusetzen vermag – er benötigt dafür vielleicht keine tiefen Kenntnisse der Literaturgeschichte. Unter den Schülerinnen könnte sich auch eine zukünftige Musikerin befinden, für die Chemie keine Rolle spielen wird. Ebenso könnte es ein Athlet sein, für den eine gute physische Kondition wichtiger ist als tiefgründiges Wissen in Physik. Wenn Ihr Kind ein gutes Zeugnis bekommt, ist das großartig. Wenn das Zeugnis jedoch nicht Ihren Erwartungen entspricht, nehmen Sie Ihrem Kind nicht das Selbstvertrauen und die Würde. Sagen Sie Ihrem Kind, dass es in Ordnung ist, denn es ist ja nur ein Zeugnis. Ihr Kind ist für viel Größeres im Leben bestimmt. Ganz gleich, welche Noten es mit nach Hause bringt, Sie lieben Ihr Kind und beobachten, wie es das Leben meistert. Ein Zeugnis sollte Ihren Kindern nicht ihre Träume und Talente nehmen. Und denken Sie nicht, dass Akademiker die einzigen glücklichen Menschen auf der Welt sind.“
In unserer aktuellen Ausgabe des "Suchers" finden Sie weitere Berichte über das Schuljahr 2025/26.